Entstehungsgeschichte

Entstehungsgeschichte eines skelletierten Mohnanhängers

In der Natur finden sich phantastische Formen von architektonischer Schönheit. In Edelmetall gegossen werden sie konserviert und zu einzigartigem Schmuck.

 

Die Idee

Mohnkapseln waren für mich schon immer wunderschön; die äußere Form, der Ansatz des Stieles, die Funktion des Deckels, der sich aufstülpt, um die Samenkörner an die Erde zu geben, wenn der rechte Zeitpunkt da ist. Ein Meisterwerk. Die noch geschlossenen Kapseln des Klatschmohns, den man am Wegesrand findet hatte ich bereits, in Silber gegossen, zu Schmuckstücken verarbeitet. Ohrschmuck und zarter Halsschmuck waren entstanden. Im Frühjahr säte ich Riesenmohn im Garten aus. Die beeindruckenden Blüten hatten sich zum Ende des Sommers in entsprechend große Kapseln verwandelt. Bei dieser Größe wurde erkennbar, dass sich im Inneren der Kapsel eine Rippenstruktur befindet, die der Stabilität der Hülle dient. Diese Rippen, die mich an die tragenden Bögen von sakralen Bauwerken denken ließen, wollte ich freilegen, sichtbar machen und die Leichtigkeit der Konstruktion erhalten. Ein Anhänger, in 935/1000 Silber sollte entstehen, an einer langen Kette getragen.

 

Die Umsetzung

  • 1 - natürliche, getrocknete Samenkapsel vom Riesenmohn

  • 2 - die Außenhaut wird entlang der Kelchrippen aufgeschnitten

  • 3 - Vergleich einer aufgeschnittenen und einer geschlossenen Kapsel

  • 4 - zur Gussvorbereitung wird tröpfchenweise dünn Wachs auf der gesamten Konstruktion aufgetragen und geglättet

  • 5 - der rohe Guss in 935/1000 Silber

  • 6 - alle Flächen werden fein ausgearbeitet, die Kapsel wird weißgesiedet und die Öse verlötet

  • 7 - der Verschlussring wird montiert und der Anhänger auf die Kette gezogen, Fertig

 

Fertig

Der Anhänger hat eine beieindruckende Größe von 5 cm Länge. Die Leichtigkeit, die er dennoch ausstrahlt entsteht in den Ein- und Durchblicksperspektiven. Ein ganz außergewöhnliches Schmuckstück und in jedem Fall einzigartig.

 

 

 

 

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