Entstehungsgeschichte

Entstehungsgeschichte eines Schüsselchenanhängers

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Zu einem bedeutenden Ereignis ein Erinnerungs-Schmuckstück mit Symbolkraft zu fertigen, ist einer der schönsten Anlässe sich an die Arbeit zu machen.

Die Idee

Ein Freund bat mich ein Schmuckstück für seine Tochter zu fertigen. Es sollte ein individuelles, persönliches Geschenk werden, etwas einzigartiges, ein Unikat. Die Tochter hatte ihr Abitur bestanden und sollte demnächst ihren 18. Geburtstag feiern. Damit war ein Lebensabschnitt vollendet. Das Mädchen würde volljährig und sich auf den Weg in ein eigenes Leben machen. Der Vater wollte ihr ein Erinnerungsstück mit auf diesen Weg geben, etwas, das die Bindung der beiden zueinander widerspiegelte. Wir haben uns über seine Tochter unterhalten, wie er das Vater werden erlebt hatte. Morgens, um kurz nach 08:00 Uhr war das Kind zur Welt gekommen, hatten die beiden einander das erste Mal gesehen. Der Anhänger sollte ein von außen nicht erkennbares, aber für diese beiden klares Symbol werden.
Was für ein Schmuck sollte es überhaupt werden? Er hatte sich für einen Anhänger an einer Kette entschieden. Beim Material wählte er Gold, das trägt sie am liebsten. Ihre Lieblingsfarbe ist blau, ein helles blau und sie mag Perlen. Der Entwurf entstand. Ein goldenes Schüsselchen mit eingebrannter, hellblauer Feueremaille.  Dort, wo auf dem Zifferblatt einer Uhr die Acht steht, sollte die Perle platziert werden. Auf der Rückseite, nur sichtbar für sie, sollten Punkte für die zwölf Stunden des Tages eingraviert werden. Nur die Acht sollte als Zahl lesbar sein.

Die Umsetzung

  • 1 - Skizze der Rückseite, 585 Gelbgold, Geburtszeit 8:00 Uhr

  • 2 - Skizze der Forderseite, Perle auf 8:00 Uhr Geburtszeit, Innenfläche hellblaue eingebrannte Feueremail

  • 3 - auf eine perfekte Kugel wird rückstandslos verbrennbarer Kunststoff aufgetragen

  • 4 - ist der Kunststsoff ausgehärtet wird das Kunststoffschüsselchen abgelöst

  • 5 - über Schmirgelpapier abgezogen entsteht die Abgrenzungskante

  • 6 - die Kante ist plan abgezogen, die Stärke wird gleichmäßig gefeilt

  • 7 - Die Außenfläche wird abgewachst, um Ausdehnungspuffer für den Guß zu haben

  • 8 - Die spätere Öse für den Kettendurchlauf wird angewachst

  • 9 - Der Stift zur Perlaufnahme wird angewachst

  • 10 - zurück aus der Gussanstalt

  • 11 - Der rohe Guss in 585 Gelbgold

  • 12 - Die Innenfläche wird für das Brennen vorbereitet

  • 13 - die Rückseite wird ausgearbeitet, die Uhrzeitpunkte und die "8" werden eingraviert und alles vorpoliert

  • 14 - Email in Pulverform mit Haftmittel wird aufgetragen

  • 15 - die erste Schicht wird bei 800 °C eingebrannt

  • 16 - nach dem vierten Brand ist die Fläche gleichmäßig

  • 17 - durch erneutes bearbeiten wird die Oxydschicht entfernt

  • 18 - die Rückseite wird mattiert, die Uhrzeitpunkte und die "8" bleiben geschwärzt

  • 19 - die Perle wird montiert

  • 20 - der Anhänger wird auf die Kette gezogen, fertig

  • 21 - mit großer Freude wird die Kette getragen

Fertig

Die Tochter hat sich sehr gefreut, besonders darüber, dass der Vater sich so viele Gedanken zu einem Schmuckstück für sie gemacht hatte und dadurch diese Einzelstück entstanden war. Dieser Schmuck ist einmalig auf der Welt, ausschließlich für sie erdacht und gefertigt.

Es war eine tolle Arbeit. Ich war stolz Teil dieses Prozesses sein zu dürfen und unendlich gerührt über einen Vater, der sich so viel Zeit nimmt und Gedanken macht, um für seine Tochter ein individuelles Schmuckstück zu entwerfen, als Zeichen seiner Liebe zu ihr. Ich freue mich mit einem solchen Menschen befreundet zu sein.

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