Entstehungsgeschichte

Entstehungsgeschichte eines Münzringes

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Münzen finden sich schon in prähistorischem Schmuck. Die archaische Anmutung, die durch die Verarbeitung alter Münzen entsteht mag ich.

Die Idee

Ich schlenderte über einen Trödelmarkt auf Mallorca, schaute mal hier, mal dort was sich so entdecken ließ und stoppte bei einem Stand, der unter anderem alte Münzen anbot. Vor einiger Zeit schon hatte ich da so eine Idee im Kopf. Ich wollte Fingerschmuck bauen, mit beweglichen Münzen in unterschiedlichen Ausführungen. Vielleicht begegnete mir ja das richtige Stück dazu? Das Glück war auf meiner Seite und da lag eine Münze, sie war im Durchmesser klein, so wie ich sie brauchte. Auf der einen Seite zeigte sie einen Krieger, auf der Rückseite einen Stier. Der Verkäufer erzählte mir, es sei eine sehr alte ibizenkische Münze. Ob das stimmt weiß ich nicht, aber mir gefällt die Vorstellung.
In Silber gegossen und mit einer Vergoldung versehen, entstand der erste Ring.

Die Umsetzung

  • 1 - Ausgangsmaterial: Ringschiene, Draht und Kragenöse bereits fertiggestellt, Silberblech, Münze zum dublizieren

  • 2 - von der Münze wird ein Duplikat in Kunststoff gemacht und zur Gussanstalt gegeben

  • 3 - gelieferter Abguss

  • 4 - Gusskanal wird abgetrennt und Ränder sauber bearbeitet

  • 5 - die Breite des Silberstreifens für die Fassung wird auf dem Silberblech angerissen

  • 6 - der Streifen Silber wird abgesägt

  • 7 - das Silber wird ausgewalzt

  • 8 - bis die benötigte Stärke erreicht ist

  • 9 - dieser Streifen wird passend um die Münze gebogen

  • 10 - Fixierung zur Lötvorbereitung

  • 11 - verlöteter Silberstreifen

  • 12 - Passung wird geprüft und der Ring plan geschmirgelt

  • 13 - zur Verbödung benötigte Silberplatte

  • 14 - auf einem passenden Stück wird der Ring aufgelötet

  • 15 - die Seiten werden mit der Feile versäubert

  • 16 - die obere Ringkante wird ebenfalls plan geschmirgelt

  • 17 - ein 3,5 mm starker Silberdraht soll die Fassung tragen

  • 18 - die entsprechende Länge wird abgesägt

  • 19 - damit die Fläche des Drahtes wirklich gerade auf dem Boden der Fassung steht wird im Scharnierkaliber plan gefeilt

  • 20 - in die vorher gefertigte Ringschiene wird ein Loch gebohrt, durch das später der Draht läuft

  • 21 - die Kanten der Bohrung werden gerundet und versäubert

  • 22 -damit der Drahtstift später gehalten wird, bekommt er einen Kragen. Um die Bohrung herum wird innen eine Vertiefung für diesen Kragen eingeschliffen.

  • 23 - nach dem die Passung überprüft wurde, kann der Stift von unten an die Fassung gelötet werden

  • 24 - der Stift wird durch die Ringschiene geführt und der Kragen an den Stift gelötet

  • 25 - der Stift läuft nun frei beweglich durch die Bohrung und wird innen vom Kragen gehalten

  • 26 - die Münze wird probeweise eingelegt und anschließend zur Vergoldung gegeben

  • 27 - nach der Vergoldung wird die Münze eingelegt und gefasst

  • 28 - Seitenansicht nach Fertigstellung

  • 29 - die eingefasste Münze ist beweglich und lässt sich drehen

  • 30 - Fertig

Fertig

Ein Schmuckstück zum Spielen. Beim Tragen kann sich die Münze in der Führung der Bohrung drehen.

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